15 Tage am Stück Home-Office

Es ist Mittwoch, der 8. April 2020. Ich bin nun die vierte Woche im Home-Office nachdem ein Virus die Welt lahm gelegt hat. Man könnte sich vorkommen wie im Mittelalter als Kriege und Seuchen wohl die schlimmsten Katastrophen waren.

Ich habe mich ja schon vor langer Zeit darauf eingerichtet, einmal pro Woche oder auch mal etwas häufiger zuhause im Home-Office und nicht im Büro zu arbeiten. Zum Glück, denn ich fühle mich hier ganz wohl und bin wegen der Digitalisierung, die ja mein Job auch ist, gut eingerichtet. Neu ist halt, dass ich gar nicht mehr ins Büro gehe und das ich in einer Art Bürogemeinschaft mit meiner Frau hier bin.

Interessant finde ich, dass die Situation fast mehr Nähe herstellt: zu meiner Frau natürlich, da wir nun Tag und Nacht zusammen in der Bude sitzen. Und auch zu meinen Teamkollegen. Wir haben bei uns eingeführt, dass wir täglich einen Skype-Coffee-Break-Call machen. Da ich neben dem „richtigen“ Team auch in einem „virutellen“ bin, habe ich nun täglich zwei solcher Calls. Und man kommt sich näher. Vielleicht ist es ja auch die Situation, unser „gemeinsames“ Erlebnis, welches uns etwas näher zusammen bringt.

Wenn ich dann mal in 10 Jahren oder später wieder diesen Eintrag hier lese, dann möchte ich für mein künftiges ich doch mal kurz schreiben, wie mein Ablauf so ist: Morgens eine halbe Stunde später aufstehen, aber trotzdem früher im Büro sein. Wenn ich rausgehe, dann mit einem leicht schlechten Gewissen aber doch in der Sicherheit, dass es mir schon irgendwie gut tun wird. Bewegung: wenn ich „vorher“ täglich gut auf 10’000 Schritte kam, so habe ich heute kurz vor Mittag 384! Ich muss also sehr aktiv werden, damit ich ansatzweise die gleiche Bewegung habe, wie „vorher“. Die grössten Erlebnisse einer Woche knapp zusammengefasst: Dienstags Lebensmittel einkaufen für meine Mutter im Migros (mit Hindernisparcours um die anderen Kunden) und dann bei Mutter vorbeibringen. Nähe zu Ihr: keine – Abstand, mindestens 2 Meter. Gegen Ende Woche zweites mal einkaufen mit meiner Frau im Coop für uns und die ganze Woche. Auch hier – um die anderen Kunden herum laufen und die ganz alten Kunden möglichst schützen (sollten die nicht zuhause bleiben?).

Und dann: täglicher Sport, wenn immer möglich: Krafttraining mit bescheidenen Mitteln in der Sporthalle (Stube) (siehe rechts). Ich bin unterdessen immer besser eingerichtet und belaste ab und zu die Schweizer Post mit Online-Bestellungen für neue Sportartikel. Die von der Post konnten das ja nicht vorausahnen, dass Online plötzlich so wichtig werden könnte…

Und dann wird zuhause halt auch viel gelesen. Zum Glück machte ich ja mal noch die tolle Weiterbildung zum Fitness-Instruktor und habe deshalb ganz viele schlaue Bücher zuhause, die mir Tipps und Anleitungen geben, wie ich mich zu dieser Zeit fit halten kann (siehe links).

Und das grösste Highlight ist es dann, wenn ich so drei mal pro Woche versuche wirklich Sport + frische Luft – Wohnung zu kombinieren und ich raus gehe zum Joggen! Unterdessen weiss ich in etwa, was mich erwartet, nämlich ganz viele Spaziergänger und andere Jogger, die keinen Abstand nehmen, weshalb ich halt muss. Aber auch interessante Dinge wie ein fast menschenleerer Hauptbahnhof Zürich wo ich häufig durchj-ogge, weil es wohl der Platz in Zürich mit den wenigsten Leute ist im Moment… schade, aber so ist es nun mal.

Und weil es so schön ist hier nochmals die Aussicht von meinem Arbeitsplatz die ich sicher 8 Stunden täglich geniessen kann im Moment:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Sinne: bleibt gesund!

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