Was ist Digitalisierung?

digitalisierungDigitalisierung kann auf zwei verschiedene Arten interpretiert werden. So ist auf der einen Seite die einfachste Erklärung, dass es sich dabei um die Aufarbeitung, Verbreitung und Speicherung von Daten auf digitalen Systemen handelt. Was wir heute aber feststellen umschreibt folgende Erklärung von Petry (2016) um einiges passender: „Die Digitalisierung ist ein durch technologische Entwicklungen getriebener bzw. ermöglichter Transformationsprozess von Unternehmen bzw. ganzen Branchen, der weitreichende strategische, organisatorische sowie soziokulturelle Veränderungen mit sich bringt.“ (Petry, 2016, Siehe Position 366 Amazon Kindle E-Book). Im gleichen Buch schreibt Karl Dörner, die Digitalisierung solle viel weniger als ein Ding als ein Weg, Dinge zu tun, angesehen werden.

Digital führende Unternehmen sollen gemäss dem MIT (George, 2012) einen um 9% höheren Umsatz erzielen. Weiter sind sie um 26% profitabler und haben einen um 12% höheren Unternehmenswert.

Das von Petry erarbeitete Modell der Digitalisierung (Petry, 2016, siehe Amazon Kindle E-Book Position 421) sowie des digitalen Leadership sieht vereinfacht wie folgt aus:

Treiber der digitalen (R)Evolution sind:

  • Technologische Entwicklungen
  • Gesellschaftliche Entwicklungen

Diese führen zu folgenden Konsequenzen der digitalen (R)Evolution:

  • Veränderungen der Wettbewerbssituation
  • Veränderung des Kundenverhaltens
  • Veränderung der Arbeit
  • Veränderungen in der Erwartung an die Führung
  • Veränderung der Führungsansätze- und Tools in der digital Economy (z.B. durch partizipative Workshop Methoden, partizipative Prognosemethoden, agile Managementansätze sowie „Lernen von Start-ups“).

Lässt man die technologische Entwicklung für eine detailliertere Betrachtung dieses Modells weg, sieht man vor allem die gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen. Es verändert sich einerseits das gesamte Geschäftsmodell und die Erwartungen des Kunden mit einer Selbstverständlichkeit, dass alles digital (technologisch sowie in der Agilität gesehen) ist. Aber auch von den Beteiligten im Markt als Anbieter von Dienstleistungen wird einiges erwartet. So kann die Veränderung von Arbeit und Führung einerseits als Kunden-Verständnis aber auch in der Effizienz der angebotenen Dienstleistungen gesehen werden. Partizipative – oder soziale Führungsmethoden mit Einbezug der Crowd (bei Crowdsourcing gar in die Entscheidungsfindung bei der Suche nach neuen Projekten) sowie agiles und sich schnell angepasstes Zusammenarbeiten sind neue Herangehensweisen, wie sie heute noch kaum anwendet werden.

Was ist eigentlich Fundraising?

Ich schreibe ja gerne mal über das „digitale Fundraising“ – so hier in meinem Blog aber auch immer wieder, wenn ich mal eine Master Thesis zu gleichem Thema aushecke. Basis für das ganze ist in meinen Augen ein klares Verständnis darüber, was Fundraising überhaupt ist – deshalb hier ein Erklärungsversuch.

Mit dem englischen Wort Fundraising ist die Beschaffung von Finanzmitteln in der Fachsprache umschrieben. Es setzt sich zusammen aus den Begriffen „the fund“ für Geldmittel oder Geldsumme sowie „to raise“ für beschaffen. Diese Definition geht der Literatur, allen voran Michael Urselmann welcher folgende Definition geprägt hat, zu wenig weit:

„Fundraising ist die systematische Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten einer steuerbegünstigten Organisation, welche darauf abzielen, alle benötigten Ressourcen (Geld-, Sach- und Dienstleistungen) durch eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Ressourcenbereitsteller (Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, öffentliche Institutionen) zu möglichst geringen Kosten zu beschaffen.“ (vgl. Urselmann, 2011, S. 1).

Auch der Schweizer Peter Buss definiert Fundrasing klar als Beschaffung von Spenden wobei Spenden nicht nur unentgeltliche Zuwendungen finanzieller Art sein können sondern auch Sach- oder Zeitspenden (Buss, 2012).

Grundlage und Basis für das Fundraising ist das prosoziale Verhalten der Menschheit. Die Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong sagt in ihrer These, dieses Verhalten geht auf die Zeit zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert v. Christus zurück. So ist seit damals bekannt, dass ebensolches Verhalten auch ausserhalb von Familienbanden zu beobachten ist (Armstrong, 2006). Aus dieser Zeit kommen die Gebote des Spendens oder des Almosens. Nicht nur das das Christentum mit dem neuen Testament sondern auch der Islam führen zu dieser Zeit die Gebote des Spendens ein womit die Religion als Mitbegründer des modernen Fundraising angesehen werden kann (Adloff, Priller, & Graf Strachwitz, 2010).

Dieselben Autoren stellen weiter fest, dass sich die frühere Satzung von „Tue Gutes, aber rede nicht darüber“ verändert hat in „Tue Gutes und rede darüber“. Im Jahre 2002 wurde gar ein Buch mit dem entsprechenden Titel „Tue Gutes und rede darüber: Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit für Non-Profit-Organisationen“ publiziert (Fischer, 2002). Ist nicht genau das die Satzung der heutigen Zeit, der Digitalisierung und der Zeit von sozialen Medien?

Ein frohes neues 2017 und ein bisschen weniger Egoismus bitte

Ich bin auch im Januar 2017 noch im Abschluss des Jahres 2016 und so quasi in den letzten Zügen bei der Erstellung meiner Master Thesis für den MAS Digital Business. Sollte dies dann einmal erfolgreich abgeschlossen sein, werde ich hier ab und zu wieder Ausschnitte daraus publizieren. Bevor ich diese Altlast aus dem vergangenen Jahr also ganz abschliesse, hier ein bisschen Theorie die doch irgendwie auch ein Gendanken-Anstoss sein könnte:

Altruismus

Der Begriff kommt aus dem lateinischen und bedeutet auf Deutsch „der Andere“. Er wurde im 19. Jahrhundert von Auguste Comte, Begründer des Positivismus und Mitbegründer der Soziologie, erstmals verwendet. Er drückt die Begriffe „Uneigennützigkeit, Selbstlosigkeit, sowie durch Rücksicht auf andere gekennzeichnete Denk- und Handlungsweise aus“. Es sollte ein Gegenbegriff zum Egoismus sein und aufzeigen, dass Handeln zugunsten anderer mehr Nutzen als Kosten einbringt.

Es ist doch interessant, wie schon vor langer Zeit ein gegenpol zum Egoismus gesucht wurde. Man könnte meinen, wir seien noch heute auf der Suche danach….

Krankenkassen vergleichen und Gutes tun – Kooperation von letshelp.ch, Parkinson und Verivox Schweiz machts möglich

Die aktuelle Krankenkassen-Saison hat uns dazu animiert mit letshelp.ch einen Schritt weiterzugehen und mit Verivox und Parkinson Schweiz die erste Kooperation undimg_1180 Partnerschaft einzugehen.

Unser Ziel ist es, mit letshelp.ch Synergien zu nutzen und Geschichten Plattform-übergreifend zu erzählen um so verschiedene Stakeholder in der Schweiz zusammenzubringen. So kann man über Verivox seine Krankenkassenprämien vergleichen und die Kasse gleich wechseln. Verivox sagt mir, wieviel ich beim Wechsel spare und das ich einen Teil des ersparten sinnstiftend einsetzen kann. Leider ist es so, dass Personen mit Parkinson im Pensionsalter von den Sozialversicherungen wie auch von Krankenkassen nicht viel an Hilfe zur Verbesserung der Lebensqualität erwarten können. Genau hier setzen wir ein und zeigen mit dem Projekt „Solidarität“ auf, welches Hilfsmittel zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt und über Spenden finanziert werden kann. Verivox zeigt Personen, welche die Krankenkasse wechseln möchten auf, wo sie das ersparte sinnstiftend spenden können.

Ich finde – eine gute Sache – und das nicht nur im Sinne von Werbung in eigener Sache sondern hinsichtlich Multichannel-Management und der Digitalisierung der Schweiz und des Spendenwesens im Besonderen.

Mehr dazu findet sich im Medien-Corner von letshelp.ch.

 

 

letshelp.ch – die Schweizer Spendenplattform – ein erstes Update

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Seit Mitte Juli läuft nun letshelp.ch – DIE digitale Schweizer Spendenplattform, welche wir von der Swisscom zusammen mit der Zewo sowie dem Swissfundraising Verband lanciert haben. Es ist viel gelaufen und wir sind sehr optimistisch den richtigen Weg gewählt zu haben. Die Digitalisierung wird auch vor dem Fundraising nicht halt machen aber wir sehen auch, dass es eine gewisse Zeit benötigt um erfolgreich zu werden. So läuft im Moment noch etwas zu wenig und die Projekte könnten mehr Spenden sammeln. Wir sind uns dessen bewusst und planen so einiges, um das zu verbessern. So werden wir bald Partnerschaften mit interessanten Firmen und anderen Webseiten anbieten und die Möglichkeit für Firmen bieten, als Götti ein interessantes Projekt zu unterstützen. Kurzfristig aber nachhaltig um damit die unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. Wer Interesse daran hat uns hier zu unterstützen kann sich sehr gerne bei mir melden. So natürlich auch Hilfsorganisationen aus der Schweiz mit Zewo Zertifikat welche ein interessantes Projekt für letshep.ch haben. Gerade für Firmen werden sich hier künftig tolle Möglichkeiten bieten, sich im digitalen Storytelling zu üben und die guten Geschichten, welche sie über letshelp.ch unterstützen zu erzählen, ganz im Sinne von: Tue gutes und sprich darüber. Bald werden wir auch darüber auf einem eigenen letshelp.ch Blog berichten – denn dieser Blog hier ist und bliebt privat und in meinem Besitz 🙂

letshelp.ch live

letshelp.ch, die Schweizer Spendenplattform von Zewo, Swissfundraising und Swisscom ist live! Am vergangenen Wochenende ging die Plattform nach einem letshelpanfänglichen internen Soft Launch für alle Swisscom Mitarbeiter auch für die breite Bevölkerung online. Am Montag war dann auch noch eine Pressekonferenz im Zürcher Bernhard-Theater. In der Zwischenzeit haben bereits einige Medien darüber berichtet. So zum Beispiel Bluewin, aber auch die Berner Zeitung oder die Netzwoche berichteten bereits durchwegs positiv darüber. Auf Social Media – Hauptsächlich auf Twitter wurde unter dem #letshelp heftig getschwitert.

Es dauerte fast ein Jahr, viel Nerven aber auch sehr viel persönliches Engagement von allen Beteiligten intern sowie extern um soweit zu kommen und die Plattform nun endlich soweit zu haben um im Bereich des digitalen Fundraising einen Schritt weiter zu kommen in der Schweiz. Klar ist: der Markt ist gross und so auch das Potential. Die Zeit wird es zeigen, wie sich die ersten 15 Projekte entwickeln und ob die hohen Erwartungen erfüllt werden können.

So ist es nicht das Ziel von Swisscom oder den beteiligten Partnern Gewinn zu generieren, sondern die neuen digitalen Kanäle zu nutzen um Gutes zu tun und eben „zu helfen“. Gemeinsam – auch mit den Schweizerischen Hilfswerken – soll die Plattform nun nach und nach optimiert und weiterentwickelt werden. Es ist mir vor allem eine sehr grosse Ehre, weiter für letshelp.ch zusammen mit meinen Kollegen vom Projektteam arbeiten zu können und diese sowie die Hilfswerke und die Spender dabei zu unterstützen, humanitär und altruistisch zu handeln und anderen Menschen eine Freude zu bereiten und das Leben zu erleichtern.

Und noch in eigener Sache: mir liegen alle Projekte auf letshelp.ch sehr am Herzen. Persönlich habe ich mich dafür entschieden, vor allem das Projekt „Neuer Pfuusbus“ zu unterstützen und zwar in dem ich am Sponsorenlauf um den Greifensee mitmache. Jede Spende hier oder direkt auf letshelp.ch ist natürlich herzlich willkommen!

Crowdfunding für einen guten Zweck

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Am 17. September findet der Greifenseelauf statt. Und was hat das jetzt mit mir zu tun wird sich so mancher fragen? Eigentlich ja nichts, denn ich bin ja auch kein Läufer oder sonst wie ein grosser Sportler. Klar – ich gehe wenn immer möglich regelmässig ins Fitness oder fechte aber das alles auf Sparflamme und als Hobby. Nun bin ich aber beruflich in die Welt des Crowdfunding und des digitalen Fundraising hinein „gerutscht“ und wie es der Zufall so will in Kontakt gekommen mit den Sozialwerken Pfarrer Sieber.

So hat es sich nun ergeben, dass am kommenden Greifenseelauf für die erwähnten Sozialwerke Sieber an einem Sponsorenlauf über 10 Kilometer (also für den Anfang nicht gleich die volle Distanz) teilnehme und für einen guten Zweck laufen werde.

Das Ziel

„Mit unserem Elan und deiner Unterstützung wollen wir Menschen ohne Obdach 650 Übernachtungen im Pfuusbus schenken! Menschen im Pfuusbus sind meist ganz unten im Leben und haben fast keine Hoffnung mehr. Wir setzen ein Zeichen gerade für die Ärmsten unserer Gesellschaft und möchten motivieren, sich an dieser Aktion zu beteiligen.“

spendenMein Ziel

Ich möchte mit dem Lauf am Greifenseelauf zwei Ziele erreichen: einerseits geht es natürlich um meinen eigenen inneren Schweinehund und die für mich doch ganz schön grosse Herausforderung, 10 Kilometer zu rennen, und das wenn immer möglichst in einer akzeptablen Zeit. Andererseits möchte ich natürlich das hoch gesteckte Crowdfunding Ziel erreichen: Mein Ziel ist, 30 Nächte für Menschen in Not zu finanzieren, die von den Sozialwerken Pfarrer Sieber aufgefangen und betreut werden. Das sind 30×60 Franken, oder 15×120 Franken.

Und jetzt?

Du kannst mich unterstützen indem Du „mich“ auf der Website der Sozialwerke Pfarrer Sieber finanziell unterstützt. Ich werde mich bemühen die in mich gesetzten Ziele zu erreichen!