Ein frohes neues 2017 und ein bisschen weniger Egoismus bitte

Ich bin auch im Januar 2017 noch im Abschluss des Jahres 2016 und so quasi in den letzten Zügen bei der Erstellung meiner Master Thesis für den MAS Digital Business. Sollte dies dann einmal erfolgreich abgeschlossen sein, werde ich hier ab und zu wieder Ausschnitte daraus publizieren. Bevor ich diese Altlast aus dem vergangenen Jahr also ganz abschliesse, hier ein bisschen Theorie die doch irgendwie auch ein Gendanken-Anstoss sein könnte:

Altruismus

Der Begriff kommt aus dem lateinischen und bedeutet auf Deutsch „der Andere“. Er wurde im 19. Jahrhundert von Auguste Comte, Begründer des Positivismus und Mitbegründer der Soziologie, erstmals verwendet. Er drückt die Begriffe „Uneigennützigkeit, Selbstlosigkeit, sowie durch Rücksicht auf andere gekennzeichnete Denk- und Handlungsweise aus“. Es sollte ein Gegenbegriff zum Egoismus sein und aufzeigen, dass Handeln zugunsten anderer mehr Nutzen als Kosten einbringt.

Es ist doch interessant, wie schon vor langer Zeit ein gegenpol zum Egoismus gesucht wurde. Man könnte meinen, wir seien noch heute auf der Suche danach….

Krankenkassen vergleichen und Gutes tun – Kooperation von letshelp.ch, Parkinson und Verivox Schweiz machts möglich

Die aktuelle Krankenkassen-Saison hat uns dazu animiert mit letshelp.ch einen Schritt weiterzugehen und mit Verivox und Parkinson Schweiz die erste Kooperation undimg_1180 Partnerschaft einzugehen.

Unser Ziel ist es, mit letshelp.ch Synergien zu nutzen und Geschichten Plattform-übergreifend zu erzählen um so verschiedene Stakeholder in der Schweiz zusammenzubringen. So kann man über Verivox seine Krankenkassenprämien vergleichen und die Kasse gleich wechseln. Verivox sagt mir, wieviel ich beim Wechsel spare und das ich einen Teil des ersparten sinnstiftend einsetzen kann. Leider ist es so, dass Personen mit Parkinson im Pensionsalter von den Sozialversicherungen wie auch von Krankenkassen nicht viel an Hilfe zur Verbesserung der Lebensqualität erwarten können. Genau hier setzen wir ein und zeigen mit dem Projekt „Solidarität“ auf, welches Hilfsmittel zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt und über Spenden finanziert werden kann. Verivox zeigt Personen, welche die Krankenkasse wechseln möchten auf, wo sie das ersparte sinnstiftend spenden können.

Ich finde – eine gute Sache – und das nicht nur im Sinne von Werbung in eigener Sache sondern hinsichtlich Multichannel-Management und der Digitalisierung der Schweiz und des Spendenwesens im Besonderen.

Mehr dazu findet sich im Medien-Corner von letshelp.ch.

 

 

letshelp.ch – die Schweizer Spendenplattform – ein erstes Update

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Seit Mitte Juli läuft nun letshelp.ch – DIE digitale Schweizer Spendenplattform, welche wir von der Swisscom zusammen mit der Zewo sowie dem Swissfundraising Verband lanciert haben. Es ist viel gelaufen und wir sind sehr optimistisch den richtigen Weg gewählt zu haben. Die Digitalisierung wird auch vor dem Fundraising nicht halt machen aber wir sehen auch, dass es eine gewisse Zeit benötigt um erfolgreich zu werden. So läuft im Moment noch etwas zu wenig und die Projekte könnten mehr Spenden sammeln. Wir sind uns dessen bewusst und planen so einiges, um das zu verbessern. So werden wir bald Partnerschaften mit interessanten Firmen und anderen Webseiten anbieten und die Möglichkeit für Firmen bieten, als Götti ein interessantes Projekt zu unterstützen. Kurzfristig aber nachhaltig um damit die unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. Wer Interesse daran hat uns hier zu unterstützen kann sich sehr gerne bei mir melden. So natürlich auch Hilfsorganisationen aus der Schweiz mit Zewo Zertifikat welche ein interessantes Projekt für letshep.ch haben. Gerade für Firmen werden sich hier künftig tolle Möglichkeiten bieten, sich im digitalen Storytelling zu üben und die guten Geschichten, welche sie über letshelp.ch unterstützen zu erzählen, ganz im Sinne von: Tue gutes und sprich darüber. Bald werden wir auch darüber auf einem eigenen letshelp.ch Blog berichten – denn dieser Blog hier ist und bliebt privat und in meinem Besitz 🙂

letshelp.ch live

letshelp.ch, die Schweizer Spendenplattform von Zewo, Swissfundraising und Swisscom ist live! Am vergangenen Wochenende ging die Plattform nach einem letshelpanfänglichen internen Soft Launch für alle Swisscom Mitarbeiter auch für die breite Bevölkerung online. Am Montag war dann auch noch eine Pressekonferenz im Zürcher Bernhard-Theater. In der Zwischenzeit haben bereits einige Medien darüber berichtet. So zum Beispiel Bluewin, aber auch die Berner Zeitung oder die Netzwoche berichteten bereits durchwegs positiv darüber. Auf Social Media – Hauptsächlich auf Twitter wurde unter dem #letshelp heftig getschwitert.

Es dauerte fast ein Jahr, viel Nerven aber auch sehr viel persönliches Engagement von allen Beteiligten intern sowie extern um soweit zu kommen und die Plattform nun endlich soweit zu haben um im Bereich des digitalen Fundraising einen Schritt weiter zu kommen in der Schweiz. Klar ist: der Markt ist gross und so auch das Potential. Die Zeit wird es zeigen, wie sich die ersten 15 Projekte entwickeln und ob die hohen Erwartungen erfüllt werden können.

So ist es nicht das Ziel von Swisscom oder den beteiligten Partnern Gewinn zu generieren, sondern die neuen digitalen Kanäle zu nutzen um Gutes zu tun und eben „zu helfen“. Gemeinsam – auch mit den Schweizerischen Hilfswerken – soll die Plattform nun nach und nach optimiert und weiterentwickelt werden. Es ist mir vor allem eine sehr grosse Ehre, weiter für letshelp.ch zusammen mit meinen Kollegen vom Projektteam arbeiten zu können und diese sowie die Hilfswerke und die Spender dabei zu unterstützen, humanitär und altruistisch zu handeln und anderen Menschen eine Freude zu bereiten und das Leben zu erleichtern.

Und noch in eigener Sache: mir liegen alle Projekte auf letshelp.ch sehr am Herzen. Persönlich habe ich mich dafür entschieden, vor allem das Projekt „Neuer Pfuusbus“ zu unterstützen und zwar in dem ich am Sponsorenlauf um den Greifensee mitmache. Jede Spende hier oder direkt auf letshelp.ch ist natürlich herzlich willkommen!

Crowdfunding für einen guten Zweck

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Am 17. September findet der Greifenseelauf statt. Und was hat das jetzt mit mir zu tun wird sich so mancher fragen? Eigentlich ja nichts, denn ich bin ja auch kein Läufer oder sonst wie ein grosser Sportler. Klar – ich gehe wenn immer möglich regelmässig ins Fitness oder fechte aber das alles auf Sparflamme und als Hobby. Nun bin ich aber beruflich in die Welt des Crowdfunding und des digitalen Fundraising hinein „gerutscht“ und wie es der Zufall so will in Kontakt gekommen mit den Sozialwerken Pfarrer Sieber.

So hat es sich nun ergeben, dass am kommenden Greifenseelauf für die erwähnten Sozialwerke Sieber an einem Sponsorenlauf über 10 Kilometer (also für den Anfang nicht gleich die volle Distanz) teilnehme und für einen guten Zweck laufen werde.

Das Ziel

„Mit unserem Elan und deiner Unterstützung wollen wir Menschen ohne Obdach 650 Übernachtungen im Pfuusbus schenken! Menschen im Pfuusbus sind meist ganz unten im Leben und haben fast keine Hoffnung mehr. Wir setzen ein Zeichen gerade für die Ärmsten unserer Gesellschaft und möchten motivieren, sich an dieser Aktion zu beteiligen.“

spendenMein Ziel

Ich möchte mit dem Lauf am Greifenseelauf zwei Ziele erreichen: einerseits geht es natürlich um meinen eigenen inneren Schweinehund und die für mich doch ganz schön grosse Herausforderung, 10 Kilometer zu rennen, und das wenn immer möglichst in einer akzeptablen Zeit. Andererseits möchte ich natürlich das hoch gesteckte Crowdfunding Ziel erreichen: Mein Ziel ist, 30 Nächte für Menschen in Not zu finanzieren, die von den Sozialwerken Pfarrer Sieber aufgefangen und betreut werden. Das sind 30×60 Franken, oder 15×120 Franken.

Und jetzt?

Du kannst mich unterstützen indem Du „mich“ auf der Website der Sozialwerke Pfarrer Sieber finanziell unterstützt. Ich werde mich bemühen die in mich gesetzten Ziele zu erreichen!

Narrativ

Heute bin ich irgendwie mal provokant und kritisch. In meiner Ausbildung im Bereich Multichannel Management geht es um „Dramaturgie & Transistions“. Referentin ist Lena Thiele. Sie kommt aus Deutschland und produziert sehr,  sehr aufwendige Projekte (auch mal Kampagne) an denen sie oft Jahre arbeitet. Beim Thema der Dramaturgie poppt dann immer und immer wieder das moderne Thema Storytelling auf. Geschichten Erzählen. Und dann das: Narrativ.

Narrativ?

Auch schon gehört. Aber was heisst das? „Erzählende Form“ schlägt mir Google nach einer Suche vor – Google musste in der Wikipedia nachschlagen. Schande über mich, kenne ich dieses tolle deutsche Wort nicht. Ich hätte es fast als  „einlullend“ übersetzt.

Ganz eingelullt von der ganzen Sache und in Gedanken verloren landete ich noch während dem Unterricht auf der Website der Credit-Suisse. Ohne hier nun die nötige Plattform für Werbung in fremder Sache zu machen eine kurze Beschreibung in Worten: es geht um Geschichten. Die ganze Website ist heute in Blog-Form aufgebaut und zeigt mir „narrativ“ Geschichten auf, welche die CS momentan offenbar bewegen. Zumindest die schönen Geschichten (die anderen finde ich dann im Tagi oder so). Wer übrigens E-Banking machen möchte findet dann doch mal noch einen prominenten Link ganz, ganz oben in der Navi.

Einlullen

Klar. Auch ich finde das Thema Multichannel irgendwie spannend. Auch ich erzähle in aktuellen Vorhaben und Projekten wie auch Kampagnen (Stichwort Crowdfunding) Geschichten. Die Frage die sich mir hier stellt ist, wo die Geschichte anfängt und aufhört und wo man mich damit als Marketingmassnahme einfach nur noch einlullen will?

Warum?

Zum Beispiel um

  • zu unterhalten
  • zu informieren
  • emotional zu binden
  • eine Beziehung aufzubauen

oder:

  • um Fakten und Punkte zu verbinden!

Aber: Wie fühlt es sich an?

  • Warum sollte es mich etwas angehen?
  • Warum sollte ich Zeit investieren?
  • Warum sollte ich zurück kommen?
  • Warum sollte etwas teilen oder darüber reden?
  • Warum sollte ich teilnehmen?

Und nun?

Sicher eine gute Sache. Aber: ICH will mich nicht einlullen lassen. Deshalb: Warum sollte es mich etwas angehen? Sonst lassen wir die Geschichte vielleicht doch lieber bleiben und bleiben bei den Facts. Hard Facts. Ohne Dramaturgie.

Crowdfunding-Volumen 2015 in der Schweiz um 73 Prozent gestiegen

Es hat mich sehr gefreut, am heutigen Morgen (es ist Mittwoch, der 18. Mai) auf Radio SRF 3 in den Nachrichten die erfreulichen News zu hören, dass das Crowdfunding-Volumen in der Schweiz im letzten Jahr gestiegen ist. Wie man heute einem Artikel auf 20min.ch entnehmen kann sogar um 73 Prozent! Das freut mich natürlich zu lesen, ist Crowdfunding doch eines meiner beruflichen Betätigungsfelder – aktuell neben der digitalen Identifikation.

Zudem besfechtenchäftige ich mich momentan wirklich äusserst intensiv mit dem Thema – und zwar auch privat sowie in meiner Weiterbildung im CAS Multichannel-Management an der HWZ. Zusammen mit neun sehr engagierten, teils etwas unkonzentrierten jungen Leuten erarbeiten wir eine Crowdfunding-Kampagne für ibelieveinyou.ch, der grössten und wohl einzigen Schweizer Crowdfunding-Plattform für Sportler und Sport-Vereine. Es geht darum, dass in meinem Sport und Verein (es geht um das Fechten und den Zürcher Fechtclub) Gönner-Beiträge für die Reisen von jungen Nachwuchstalenten sehr rar sind. Wir erarbeiten deshalb eine entsprechende Kampagne und planen damit Anfangs Juli mit einem Big Bang live zu gehen. Das Bild rechts zeigt vielleicht schon ein wenig auf, was wir dafür gemacht haben, um einen entsprechenden Film zu produzieren. Wir planen auch für den „Big Bang“ nochmals etwas ähnliches – nämlich den Touchpoint „Live“ zu bespielen und die Leute mittels Flyer auf die Kampagne aufmerksam zu machen. Zu viel möchte ich nun aber noch nicht verraten.

Nur so viel: Das wichtigste Learning soweit – es ist sehr, sehr, sehr aufwendig eine solche Kampagne zu planen. Zumindest dann, wenn man nicht alleine ist sondern als Gruppe zusammen ein solches Projekt auf die Beine stellen möchte. Es ist natürlich voraus zu senden, dass wir eine sehr heterogene Gruppe sind welche sich nicht nur vom Alter unterscheidet. Dieser Aufwand ist aber definitiv nicht zu unterschätzen und genügend Zeit für die Erarbeitung der Kampagne ist zwingend notwendig.

Wie erwähnt erarbeite ich momentan sogar für die Weiterbildung ein Dokument welches diese Thematik etwas beinhaltet. Ich erstelle eine Multichannel-Strategie für den Fechtclub. Da ist im Bereich Marketing sowie Gönner-Beiträge das Thema Crowdfunding heute nicht mehr wegzudenken und fester und wichtiger Bestandteil des Konzeptes. Damit wird sich künftig nicht nur einmalig Geld in Form von Beiträgen von Gönnern über das Internet sammeln lassen, das gewonnene Material wird auch weiter verwendet werde können. Der Aufwand wird sich also auf jeden Fall lohnen.

Beruflich wird mich das Thema sicher auch in den nächsten zwei – drei Wochen weiter begleiten – was dann auch „alle“ sehe können. Warten wir’s mal ab unter dem künftigen Motto „letshelp„.