Zweckgebundenes Spendensammeln und die Gratwanderung im Crowdfunding

fundraisingIm Crowdfunding sowie im Bereich von Crowdonation werden finanzielle Mittel für konkrete Projekte gesammelt mit der möglichst guten Konkretisierung von Projekten nach Kriterien, wie sie auch im Projektmanagement nach Lehrbuch angewendet werden, durchgeführt.

Es kann grundsätzlich unterschieden werden ob Spenden zweckgebunden einem ganz spezifischen Projekt gut geschrieben werden oder zweckfrei für die Sache gespendet werden. Der Spiegel berichtete im Dezember 2014 von der Problematik der Zweckbindung der Gelder sowie der Gefahr der Hilfsorganisationen dadurch die Gelder bei Problemen in der Umsetzung dieser Projekte nicht für andere Vorhaben einsetzen zu können. Gerade im Bereich Crowdfunding ist dieser Problematik Rechnung zu tragen, da hier im generellen eine zweckgebundene Spende erwartet wird und der Spender Transparenz darüber erwartet, wie gut das durch ihn unterstütze Projekt voran kommt.

Es ist davon auszugehen, dass Projekte für konkrete Projekte gerade im Crowdunding grössere Erfolge liefern als solche, die ungenau und unspezifiziert sind oder nur wage andeuten, was mit den gespendeten Geldern umgesetzt wird. Hier geht es also auch darum den interessierten Spendern (als der Crowd) aufzuzeigen, welche Schule, welcher Brunnen oder welche Brücke gebaut wird. Ist die Funding-Kampagne abgeschlossen, so will die Crowd auch sehen wie der finanzierte Brunne gebaut wird. Dies gerne mit Beweisen wie Bildern oder Videos. Problematisch wird es nun, wenn der Bau genau dieses Brunnes doch nicht zustande kommen kann, denn die Crowd hat zweckgebunden genau für diesen Brunnen ihr Geld gegeben. Rein theoretisch ist die Hilfsorganisation nun also verpflichtet, die gesammelten Gelder wieder zurück zu geben. Oder sie muss das Geld solange zurück behalten, bis der Brunnen gebaut wird, denn für einen anderen Zweck darf sie das Geld nicht einsetzen.

Andererseits kann die Zweckbindung der Spenden möglichst „gelockert“ werden und keine starke Konkretisierung und Fixierung genau auf diesen Brunnen gelegt werden. Es soll also generell eher Geld gesammelt werden für die Finanzierung eines Brunnens ins einer gewissen Region.

Klar ist – es ist eine Gratwanderung und die Erfahrung zeigt, dass Menschen gerne Geld für sehr konkrete Anliegen und Projekte geben. Wenn es dann sogar möglich ist, die finanzierten Hilfeleistungen zu sehen oder gar zu besuchen wird die Spendenbereitschaft gar noch grösser. Ganz problematisch wird es hier im Bereich der Kinderpatenschaften – aber das soll ein anderes Thema sein.

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