Medienpsychologie

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Heute ist im Rahmen meiner Weiterbildung im CAS Multichannel Management und Marketing das Thema Medienpsychologie dran. Als Referentin ist eine Kollegin mit professionellem Hintergrund hier: Sarah Genner von der ZHAW. 

Aber worum geht es heute?

Hype und Euphorie?

Euphorie und kritische Stimmen begleiten jedes neue Medium, welches eingeführt wird:

Who the hell wants to hear actors talk?
Harry M. Warner, Filmproduzent

Es ist festzustellen, dass jeder Hype einer gewissen Regelmässigkeit folgen:

hype

Hype Zyklus nach Gartner

Schon der Buchdruck brachte eine Alphabetisierung und Demokratisierung des Wissen und somit eine regelrechte Bildungsrevolution. Doch schon damals gab es Kritiker, die sagten, Lesen sei gefährlich oder die Werte der Frau würden zerstört, beginnen diese Bücher zu lesen.

Was ist nun also Medienpsychologie?

Medienpsychologie ist ein Zweig der Psychologie, der sich in der Forschung mit der Beschreibung, Erklärung und Prognose des Erlebens und Verhaltens, das mit Medien verknüpft ist bzw. das aufgrund oder während der Mediennutzung stattfindet. Hierzu gibt es interessante und fundierte Studien von der ZHAW die in Zusammenarbeit mit Swisscom entwickelt wurden.

Und was sind denn nun die Erkenntnisse des Referats zum Thema Medienpsychologie?

Da es für mich heute noch sehr schwierig ist, diese einzuordnen oder gar kurz zusammenzufassen doch ich versuche es nun eben doch und liste die wichtigsten Punkte kurz auf:

  • Sozialisation: Was macht uns aus und wie integrieren wir uns ins Umfeld. Es handelt sich dabei um den Anpassungprozess an gesellschaftliche Normen, Werte und Handlungsmuster. Sozialisierung ist nie abgeschlossen. Die meisten Prozesse laufen unbewusst und lebenslang.
  • Sozialisations-Instanzen sind (in dieser Reihenfolge): Familie, Freunde (Peers), Schule, Medien.
    Weitere Instanzen: Beruf, Vereine, Religion, kultureller/ethnischer Hintergrund, politisches Klima, etc,
  • Medien werden genutzt um Entwicklungsaufgaben zu bewältigen.
  • Medienkompetenz ist eine Art Entwicklungsaufgabe. Medien werden heute genutzt um Entwicklungsaufgaben zu bewältigen.
  • Medien werden genutzt um den Alltag zu strukturieren (Zeitung am Morgen, Tagesschau am Abend, bei Langeweile, zur Unterhaltung, zur Ablenkung, dem Alltag entfliehen).
  • Die Theorie von  Schulz von Thuns Vier-Seiten-Modell hat noch immer Gültigkeit, auch in den Medien und auch in den Neuen.
  • Twitter ist 10 Millionen mal schneller als eine Brieftaube

Medien-Effekte

Medien und diejenigen, welche diese als Sender beliefern haben Macht, Konsumenten als Empfänger zu manipulieren. Dazu gibt es die folgenden Effekte:

  • Agenda Setting: Die Macht, bestimmten Themen Aufmerksamkeit zu verschaffen
  • Priming: Die Öffentlichkeit auf bestimmte Meinung zu Themen vorbereiten
  • Framing: Die Macht zu beeinflussen, wie bestimmte Ereignisse oder Themen interpretiert werden (zum Beispiel mit Bildausschnitten)

Gefahren

Nicht zu unterschätzen sind die grossen Gefahren, welchen wir uns heute täglich aussetzen durch die ständige Erreichbarkeit, allways on und dem Information-Overload. Oder gar die Risiken von Burn-Outs oder Herzinfarkten eingehen.

Rettung naht – zum Beispiel hilft alleinr.de oder der #offlineDay jeweils am 15. Dezember.

Fazit

Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht.
George Bernard Shaw

Es ist schwierig, diese komplexe Thematik einfach zu verstehen und in Worte zu fassen, es wird sich aber sicher nach und nach „klären“.

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