Soziale Risikogemeinschaften oder „Make Insurance social again!“

Gibt es Möglichkeiten, das was heute grosse Versicherungs-Gesellschaften mit viel Aufwand betreiben zu unterbrechen und anders zu machen? Gibt es Möglichkeiten das Versicherungs-Geschäft mit disruptiven Methoden und Technologien zu verändern? Kann Versicherung wieder sozial gemacht werden? Wir behaubten „Ja“. Der Ansatz von sozialen Risikogemeinschaften wie sie bereits am Anfang der Erfindung von Versicherungen stand wie wir sie heute kennen ist auch heute noch möglich – oder besser gesagt: gerade heute in der digital und sozial angehauchten Zeit wo wir Menschen wieder im Mittelpunkt stehen und uns ständig sozial verbinden möchten.

Crowd based peer-to-peer insurance

Der Begriff ist sehr modern, sehr englisch und enthält einige moderne Buzzwords. Aber was beutet das? Erst einmal behaubte ich, dass das Versicherungs-Geschäft per-se schon heute sozial – also crowd basiert ist. Es ist immer und war immer eine Gemeinschaft, welche als kleinstem gemeinsamen Nenner ein Risiko abdecken möchte und dazu Geld zusammen in einen grossen Topf legt um es im Schadenfall wieder zu bekommen um eben diesen Schaden ersetzt zu bekommen. Peer-To-Peer wiederum würde bedeuten, zu den Anfangszeiten zurück zu kehren und, sagen wir mal, gemeinsam einen Versicherungs-Verein zu gründen mit dem einzigen Ziel, gemeinsam Risiken zu bewältigen. Am Anfang stand noch keine grosse (global tätige) Versicherungs-Gesellschaft welche die hochkomplexen Prozesse wie „Underwriting“ oder „Claims“ erledigte oder gar noch eine teure und aufwändige Maschinerie wie Marketing oder eine Buchhaltung dafür einsetzte: es war eine Gemeinschaft von Personen, welche sich gegenseitig absicherte für die geringe Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintritt.

Make Insurance social again!

Ich (wir) behaupten, dass es möglich ist mit crowd (crowdfunding) basierten Methoden und Technologien eine neuartige Version des alten Versicherungs-Modells anzubieten. Wir müssen es auch nicht Versicherung nennen sondern einfach nur „Risikogemeinschaft“ denn darauf basiert das Modell: Es finden sich ein paar Leute, welche gemeinsam haben, einen Haushalt zu haben den sie für einen gewissen Betrag und für ein gewisses Risiko absichern möchten. Die Gemeinschaft organisiert sich nun organisch gemeinsam und definiert zusammen, was genau das Risiko ist und was es kostet sich gegen die Eventualität abzudecken. Sie organisiert zusammen einen Topf in welchen das Geld einbezahlt wird und reguliert sich auch selbst! Hat nun ein Mitglied der Gemeinschaft tatsächlich einen Schaden, so reguliert die Gemeinschaft oder ein Teil davon diesen Schaden indem sie diesen „sozial“ reguliert und ausbezahlt. Betrügt ein Mitglied und kommt das heraus, so wird es aus der Gemeinschaft ausgestossen, denn es handelt sich hierbei ja auch um eine „Leidensgemeinschaft“.

Disruptiver Ansatz

Natürlich wird sich jetzt nicht aus dem Nichts heraus einfach so eine solche Gemeinschaft bilden. Nein, dazu muss das notwendige Gefäss geschaffen werden um diesen disruptiven Ansatz sozial umzusetzen. Und das ist der Punkt wo ich / wir ins Spiel kommen und uns in unserer Freizeit darüber Gedanken machen, wie man Versicherungen wieder sozial machen kann – mit disruptiven Ansätzen und vielleicht sogar ganz ohne Versicherungs-Gesellschaften im Rücken!

 

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