Digital Fundraising in der Schweiz – ein erster Überblick

Das nachfolgende Management Summary meiner Masterarbeit für den MAS Digital Business mit dem Thema Digital Fundraising in der Schweiz soll einen ersten kurzen Überblick darüber geben, was in den kommenden Tagen und Wochen noch zu erwarten sein wird.

Wir haben den Telefax, Schreibmaschine und CDs ins Museum gebracht, denn die Digitalisierung ändert alles; auch altehrwürdige Themen wie Philanthropie und Altruismus dürfen sich davor nicht verschliessen und können profitieren. 2001 schrieb Harvard Professor James Austin bereits, „die ePhilantropie ist hier und bleibt hier. Es wird die Art und Weise verändern, wie im humanitären Bereich gespendet wird sowie wie die Technologie die Geschäftswelt verändert“ (Austin, 2001, o. S.). Und noch heute hört man bei der Befragung von NGOs zum Thema Sätze wie „Auf dieser Welle reiten wir noch nicht mit, sorry“ (Anonyme Antwort zur Umfrage, 2016).

Die Forschung zum Thema Digital Fundraising im deutschsprachigen Raum hat in den letzten Jahren erst damit begonnen Themen wie Crowddonating genauer zu untersuchen. Im englischsprachigen Gebiet ist man um einiges weiter. Fundraising, selbst über herkömmliche Wege, ist dagegen schon breit untersucht worden.

Die Theorien welche heute als Grundlagen im Fundraising auch in der Praxis nach wie vor angewandt werden, geben da und dort bereits Tipps zur Anwendung von Online Tools. Nach wie vor wird allerdings die Verwendung von herkömmlichen offline Marketing-Tools erwähnt und auch angewandt. Crowdfunding auf der anderen Seite ist hingegen schon in der Tiefe analysiert. Dort helfen auch moderne Tools um erfolgreiche Strategien zu messen und wissenschaftlich auszuwerten. Die beiden Ansätze werden auf den folgenden Seiten analysiert und gegenübergestellt. Eine Analyse des Marktes zeigt einen Überblick, wo dieser steht, was bereits erreicht wurde und wo noch Lücken sind. Interviews mit Experten geben den theoretischen Grundsätzen einen praktischen Bezug und bestätigen diese.

Aktuelle Studien zeigen noch geringe Anteile der Digitalisierung im Spendenmarkt (RaiseNow & Amazee, 2016). Analysiert werden kann allerdings jeweils nur der Anteil der Spendengelder, welche über sogenannt digitale Kanäle generiert werden. Literaturanalysen zeigen auf, dass Fundraising aber viel mehr ist als der reine Geldfluss. Die Motivation der Spender über die Kommunikation des eigentlichen Zwecks einer Organisation sowie Herstellung der Themen-Affinität mit den Interessenten gehören ebenso dazu. „Feel nothing, donate nothing“ ist ein wahrer Satz aus der Szene. Bei der Analyse bestehender Web-Präsenzen der Zewo zertifizierten Organisationen zeigt sich, dass zwar alle Online sind, aber erst ein Teil davon auch digital Spenden entgegennimmt. Interviews mit Experten zeigen auf, wie diese Arbeiten und wo sie die Herausforderungen sehen.

Literaturanalyse sowie Interviews und eigene Beobachtungen zeigen Mankos auf beiden Seiten auf: die Spender sind noch nicht rein digital unterwegs aber die Organisationen selbst haben noch viel grössere Lücken aufzuweisen. Es fehlt zwar der Handlungsbedarf aber auch das Wissen, die Ressourcen und die Zeit um das Thema wirklich ernst zu nehmen. Massnahmen um dies zu verbessern sind durchwegs keine Neuigkeiten – Wissen um effiziente Anwendung von digitalen Tools muss nur angewandt werden aber die Organisationen sollten dazu erst einmal befähigt sein.

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