Alter (Altern)

Liebe Blogleser

Der Titel soll jetzt nicht persönlich und auch nicht beleidigend sein, sondern tatsächlich das Thema meiner aktuellen Gedanken.

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(Bild oben: Symbol-bild „Alter“)

Was sagt der Duden dazu (zum Alter natürlich)?

Substantiv, Neutrum – 1a. höhere Anzahl von Lebensjahren; Bejahrtheit; …1b. letzter Lebensabschnitt; 1c. lange Zeit des Bestehens, des …

oder auch:

substantiviertes Adjektiv, maskulin – 1. jemand, der alt ist; 2. Vater; 3a. Ehemann, Freund

oder auch:

Altern: substantiviertes Adjektiv, maskulin – 1. jemand, der alt ist; 2. Vater; 3a. Ehemann, Freund

Heute im Tagi

Wie komme ich überhaupt dazu. Heute las ich im Tagi gleich zwei vier Artikel welche etwas mit Alter und Altern zu tun haben. Beides eigentlich leicht erschreckend – oder „aufschreckend“.  Alles irgendwie „letzter Lebensabschnitt“ könnte man sagen…

Ausrangiert

Da gibt es die Geschichte des Schweizers Urs Weisskopf, der vor 10 Jahren mit 52 „ausrangiert“ wurde. Welches Alter gemäss Duden gilt hier? Höhere Anzahl von Lebensjahren? Letzter Lebensabschnitt? Vater? Ehemann? Freund? Oder einfach „jemand, der alt ist“? Ist die höhere Anzahl von Lebensjahren denn ein Grund fürs Ausrangieren? Ich sag nur: Hut ab vor Urs Weisskopf und wie er das Alter und das Altern meistert… von ihm könnten wir wohl viel lernen, denn die nächsten Artikel sind doch auch irgendwie ein bisschen was von „letzter Lebensabschnitt“…

Alter, ich rede mit dir

Da gibt es die zwei rüstigen Senioren in Helsinki. Der Tagi schreibt schon im Untertitel:  hier wird klar: Die Zukunft liegt in den Händen zweier leicht reizbarer Senioren – von denen der eine womöglich etwas schlauer ist als der andere. Ja was denn jetzt. Hier scheint man mit den zwei Jungs, die beide noch älter sind als unser ausrangierter Schweizer Kollege, gar nicht zufrieden zu sein. Es wäre wohl besser, die zwei wären ausrangiert. Zumindest beim einen könnte man gemäss Duden sagen „lange Zeit des Bestehens“ – oder „zu lange“?

Alte Säcke und junges Gemüse

Liebe auf den ersten Blick. Guy, 56, ist seit zwei Jahren mit Francesca (31) liiert. Und zumindest Guy kann sagen (im Gegensatz zu den Kollegen in Helsinki): „Ich muss mir nichts mehr beweisen, ich kann mir Zeit nehmen, ich kann es geniessen und sie damit auch.“ Schön!

ja und dann das:

Milliardäre planen die Zeit nach der Apokalypse mit dem Abschied von der Menschheit.

Nur die Reichsten werden diese Welt überleben. Liegt hier das Problem? Der Tagi meint:  Aber die gegenwärtige Tendenz zu einer posthumanen Utopie ist etwas völlig anderes. Weniger eine Vision für die umfassende Völkerwanderung der Menschheit hin zu neuen Lebensgrundlagen als eher das Bestreben, alles Menschliche zu überwinden: den Körper, Abhängigkeiten, Mitgefühl, Verletzlichkeit, Komplexität. Die Philosophen des technologischen Zeitalters weisen seit Jahren darauf hin, dass diese transhumane Vision die gesamte Wirklichkeit auf Daten reduziert, sodass «Menschen nichts weiter als informationsverarbeitende Objekte» sind.

Und das alles wegen dem Altern oder wegen den vielen Alten oder was?

Menschlichkeit als Mannschaftssport – auch im Alter?

Menschlichkeit handelt nicht von individuellem Überleben oder von Flucht. Es ist ein Mannschaftssport. Was auch immer zukünftige Menschen haben werden, sie werden es gemeinsam haben.

Ich denke ich schaue mir da lieber mal ein paar Kolleginnen und Kollegen auf Instagram an. Bei denen gilt das was der Duden unter altern versteht nicht… zumindest nicht das substantivierte Adjektiv „Altern“…

Und jetzt?

Sorry, das weiss ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht. Hab mal das Internet gefragt und was von Ephraim Kishon gefunden:

Altern ist ein hochinteressanter Vorgang: Man denkt und denkt und denkt – plötzlich kann man sich an nichts mehr erinnern.

In diesem Sinne (und im Sinne von Sean Connery):

Manche Leute altern, andere reifen.

Liebe Grüsse

Gregor

 

 

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